Tomaten in einem Tomatengewächshaus

Tomaten in einem Tomatengewächshaus

Tomaten in einem Tomatengewächshaus

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Tomaten sind eine der beliebtesten Pflanzen für den Anbau unter Folie. Empfindliche und saftige Früchte sind anfällig für Beschädigungen, deshalb sind sie von einer Treibhausfolie umgeben, die sie vor Hagel und intensivem Regen oder Schnee schützt. Weiche Stiele und ein flaches Wurzelsystem können unter dem Einfluss von starkem Wind herausgerissen oder gebrochen werden, deshalb werden Tomaten in einem Gewächshaus gezüchtet, damit sie vor Gefahren sicher sind. Da die Tomate eine thermophile Pflanze ist, hat der Einsatz eines Tomatenhauses einen positiven Einfluß auf ihre Entwicklung. Für das richtige Wachstum ist ein ständig aufgewärmter Böden und warme Luft erforderlich, so dass der Folientunnel in diesem Fall unersetzlich ist.

Im diesem Artikel der Anleitung von Krosagro zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Tomaten in einem Folientunnel und Gewächshaus anpflanzen, kultivieren und pflegen.

Tomatensorten für den Anbau im Gartentunnel

Aufgrund der Beliebtheit dieser Pflanze bietet der Markt eine große Auswahl an Samen und Sämlingen. Bei der Erzeugung von Kulturpflanzen sollten Sie darüber nachdenken, was Sie von Ihren Kulturpflanzen wirklich erwarten, wie Ihre Tomaten aussehen, schmecken, wachsen und sogar riechen sollen. Die Vielzahl von Varianten ist überraschend, jedoch sind die Unterschiede in Bezug auf die Kultivierung minimal.

In Gemüsegärten haben die Früchte der Tomaten unterschiedliche Größen. Es gibt Tomaten in Abhängigkeit von der Sorte mit Durchmessern 20 mm bis 20 cm. Es gibt auch eine ähnlich große Formenvielfalt von Sorten. Tomaten können rund, länglich, Kürbis förmig, Zucchini förmig, Paprika förmig und sogar Birnen förmig sein. Die meisten Tomaten sind rot, sie können aber orange, gelb, grün, lila und seit einiger Zeit auch schwarz sein.

Natürlich sind die einzelnen Sorten mehr oder weniger an den Anbau unter Folie angepasst, deshalb sollten Sie noch vor dem Kauf prüfen, ob es sich um die Sorte handelt, die für die Zucht im Folientunnel geeignet ist. Die beste Wahl ist die Sorte, die sich durch eine hohe Festigkeit der Früchte auszeichnet.

Bedingungen für den Anbau von Tomaten


    • Temperatur

Die für die Entwicklung von Tomaten günstigste Temperatur sollte tagsüber zwischen 22ºC und 27ºC liegen, nachts zwischen 16ºC und 18ºC. Obwohl die Tomaten Hitze sehr mögen und sich in solchen Bedingungen viel besser entwickeln, so ist die Temperatur über 30°C bereits schädlich für sie. Falls es zu einer solchen Station kommt, sollte die Lüftung oder die Türen im Foliengewächshaus geöffnet geöffnet werden, damit die Temperatur durch die Luftzirkulation auf das ein günstiges Niveau gesenkt wird.

    • Ausreichende Beleuchtung

Bereits bei der Vorbereitung der Sämlinge sollten Sie auf die richtige Sonneneinstrahlung achten. Gleichmäßiges und intensives Sonnenlicht ermöglicht die richtige Entwicklung der Stiele. Wenn die Sämlinge zu wenig Sonnenlicht bekommen, entwickeln sich die Pflanzen nicht richtig und verkümmern. In einem solchen Fall ist die weitere Zucht schwierig.

    • Feuchtigkeit und Bewässerung

Dies ist ein sehr schwieriges Thema, da die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle bei der Zucht von Tomaten spielt. Vom Beginn der Vegetation bis zur Fruchtbildung können zu große Schwankungen der Feuchtigkeit zum Platzen der Früchte beitragen. Hohe Feuchtigkeit, die zu lange andauert, kann die Entstehung von vielen Krankheiten begünstigen. Verletzte Pflanzen sind auch bei der Fruchtbildung problematisch. Unter solchen Bedingungen ist es für die Pflanze viel schwieriger, Blumen zu bestäuben.

Tomaten sollten lieber seltener und dafür reichlich begossen werden. Häufiges, aber nicht intensives Bewässern führt langfristig zu Wurzelschäden. Denken Sie daran, Blätter oder Blüten nicht zu benetzten. Gießen Sie die Pflanzen immer von unten, direkt am Wurzelwerk.

    • Boden

Obwohl wir dies in fast jedem Leitfaden betonen, wiederholen wir es hier noch mal. Es ist wichtig, den verfügbaren Boden zu analysieren, denn dann können Sie die benötigte Menge von Düngemitteln und Nährstoffen richtig planen. Der pH-Wert für Tomaten sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Viele Gärtner praktizieren das Mulchen mit Stroh oder Agrarvlies, um den Zustand des Bodens zu verbessern. Dadurch behält der Boden die Feuchtigkeit für eine längere Zeit bei, die am besten zwischen 70 und 85% gehalten werden sollte.

Vorbereitung der Sämlinge

Die Vorbereitungsphase der Sämlinge dauert 5 bis 6 Wochen. Sie werden im März an ihre Standorte in den Gewächshäusern eingeführt. Mit einem beheizten Folientunnel ist dies viel früher möglich. Die Samen werden Mitte Februar in Reihen gesät und mit einer 0,5 cm dicken Sandschicht oder Erde bedeckt. Es ist sehr wichtig, dass der Boden frei von Krankheitserregern und Schädlingen ist. Um die Verdunstung zu reduzieren, sollte der Anzuchtkasten geschlossen werden.

Tomaten benötigen zum Keimen eine Temperatur von 25°C bis 27°C und nach dem Auskeimen um 20°C. Nachts sollte die optimale Temperatur bei 16ºC liegen. Nach 14 Tagen entwickeln sich die Primärblätter, dann werden die Pflanzen in die Boxen so pikiert, dass der Abstand vom Keimblatt zum Boden 1 cm beträgt. Nach den nächsten 14 Tagen, wenn die Sämlinge bereits 3 Blätter gebildet haben, werden sie in Töpfe umgepflanzt.


Härten und Setzen


Die Sämlinge sind fertig zum Härten, wenn die Pflanzen 7-8 Blätter ausgebildet haben. Das Härten soll dazu führen, dass die Pflanzen weniger anfällig gegen Veränderungen und schlechtes Wetter sind. Die Sämlinge werden zunächst für 3 Stunden draußen aufgestellt. Diese Prozedur wird maximal über 4 Tage wiederholt, bevor die Sämlinge an ihren endgültigen Standort gesetzt werden. Wenn die Tomaten bereit zum aussetzen sind, aber das Wetter immer noch ungünstig ist, können Sie den Folientunnel mit Kerzen aufwärmen. Sie werden in der Mitte aufgestellt, damit sie nicht in Kontakt mit der Folie kommen. Beachten Sie, dass die Temperatur um -3ºC die Sämlinge zerstört.   

Pflege von Tomaten im Folientunnel

Sowohl in der kommerziellen als auch in der Hobbyzucht werden Tomaten an Schnüren als Rankhilfen geführt, die an dem Gerüst befestigt sind. Wenn Sie sich für hochwachsende Sorten entschieden haben, die große Früchte bilden, müssen Sie in einem Folientunnel mit Plastikgerüst sehr vorsichtig vorgehen. Die Konstruktion eines solchen Folientunnels kann unter der Last der Tomaten zusammenbrechen.

    • Mischkulturanbau

Tomaten sollten nicht in der Nachbarschaft von Kartoffeln wachsen. Die Krankheiten die Kartoffeln befallen, können auch auf die Tomaten übergreifen. Tomaten vertragen sich auch schlecht mit Karotten, Rüben, Mais und Erbsen. Dafür vertragen sie gut die Nachbarschaft von Paprika, Spinat, Kohlrabi, Bohnen und Gurken.

    • Bestäubung von Blüten

Tomaten sind selbstbestäubend, Sie sollten diesem Prozess aber nachhelfen. Die einfachste Hilfe ist es, die Pflanzen zu schütteln, damit der Pollen auf andere Blütenstände übertragen wird. Dies ist jedoch eine recht ungünstige Methode. Sie können auch einen Pinsel verwenden. Nachdem Sie den Pollen am Ende der Borsten gesammelt haben, können Sie ihn auf die verbleibenden Blüten übertragen. Leider nimmt das sehr viel Zeit ein und ist zudem anstrengend, wenn Sie einen großen Folientunnel besitzen. Wenn Sie ein Tomatenhaus mit Seitenlüftung haben, öffnen Sie einfach die Kurtinen und die Luftzirkulation wird für den Rest sorgen. Bei großen Objekten werden Kästen mit Hummeln an mehreren Stellen aufgestellt, die die Bestäubung übernehmen. Die Insektenbehälter selbst sind nicht besonders teuer, damit sie aber überleben können, müssen die richtigen Bedingungen geschaffen werden.

Schneiden von Tomaten

Während ihrer Entwicklung bilden die Sträucher viele Seitentriebe, die für den Gärtner keinen Wert haben. Sie tragen keine Früchte oder wachsen in die falsche Richtung. Um die Tomate etwas zu entlasten, können Sie die Seitentriebe, die stören, zuschneiden. Eine ähnliche Maßnahme ergreifen Sie, wenn Sie Krankheitsveränderungen feststellen, um auf diese Weise der Ausbreitung von Krankheitserregern entgegenzuwirken.

Wenn Sie die unnötigen Triebe entfernen, schickt die Pflanze mehr Nährstoffe zu den Trieben, die Früchte tragen werden, somit geht keine Energie unnötig verloren und sie wird optimal genutzt. Das Entfernen von Knospen und Blüten beschleunigt die Entwicklung von Früchten und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie viele große Früchte ernten werden.  

Sie belassen 3 bis 7 Trauben, auf denen sich die Blüten entwickelt haben. Bei Tomatensorten, die kleine Früchte entwickeln, verdoppeln Sie diese Zahl. Die übrigen Knospen können manuell oder mit Hilfe von Werkzeug entfernt werden, wenn sie noch klein sind. Falls Sie Werkzeug einsetzten, müssen Sie es nach Beendigung der Arbeit sterilisieren.

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